Das Verhör der gefangenen Engländer erweis sich als nicht besonders hilfreich. Bis auf eine grobe Region an der Grenze von Schottland zu England konnten wir nichts über den Aufenthaltsort des Lordkanzlers herausfinden. Die Schotten machten sich also auf den Weg den Lordkanzler zu suchen, voll ausgerüstet mit sowohl Regen- als auch Sonnenschutz, Proviant für den ganzen Tag und mit ein wenig Schokolade zur Stärkung der Moral.

In zwei Gruppen durchkämmten wir die Landschaft auf der Suche nach jeder noch so kleiner Spur. Eine nahm dabei einen längeren Weg auf sich, die anderer einen etwas Kürzeren. Immer wieder setzte auch der Regen ein, doch davon liessen wir uns nicht aufhalten.  Wir liefen durch viele Dörfer, befragten die Einheimischen, fanden sogar eine kleine Grotte und ein altes Schloss – doch selbst da war der Lordkanzler nicht zu finden.

Erfolgslos kehrten die Clans also zum Lagerplatz zurück. Umso besser war allerdings das Abendessen. Das Küchenteam tischte, unterstützt von zwei ehemaligen Köchinnen, ein richtiges Festmahl auf, es gab Hamburger mit allen erdenklichen Belägen. Später am Abend konnten noch die Lagerandenken vom gestrigen Tag fertiggestellt werden, die Fensterfolie war inzwischen getrocknet. Mit ein wenig Singen am Lagerfeuer liessen wir den Tag ausklingen, und erschöpft vom ganzen Wandern begaben sich die Schotten in ihre Schlafsäcke.